Anekdoten und Sprüche
"Wer war gestern nicht in der Corpus-Christi-Andacht ? - Aufstehen ! - Fußballer sitzenbleiben ! "
Fußballfan Pfarrer Rapp zu seinen Schülern im Religionsunterricht
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Pfarrer Rapp war vor seinem geistlichen Amt in Oberwolfach Vikar in Zell a.H. und auch dort in Sachen Fußball interessiert und mit den Spielern wohl bekannt. Als nun der FV Zell eines Tages in Oberwolfach anzutreten hatte, kündigte der Ortsgeistliche seinen ehemaligen Fußballfreunden aus Zell vollmundig an, daß sie in Oberwolfach keinesfalls etwas zu erben hätten.
Die Zeller Spieler belehrten ihn eines besseren und schlugen den SVO, dessen Spieler ihren geistlichen Beistand an diesem Tag doch sehr im Stich ließen, glatt mit 4:1, was den Herrn Pfarrer ziemlich ärgerte.
Am folgenden Sonntag hatten die Oberwolfacher beim klaren Meisterschaftsfavoriten Hausach anzutreten und es wurde ihnen eine deftige Schlappe prophezeiht, zumal in Hausach ein gewisser Hans Domanski, früherer Außenstürmer bei Hannover 96 die gegnerischen Verteidiger in Angst und Schrecken versetzte. Doch Willi Rauber, Bürgermeister a.D. und damals knallharter Verteidiger in den Reihen des SVO meldete den Wunderstürmer ab, der SVO gewann beim haushohen Favoriten Hausach mit 2:1. Leider konnte Pfarrer Rapp der Partie nicht beiwohnen, da er in seiner Heimatstadt Hamberg weilte. Um die Gunst von Herrn Hochwürden, die für die Fußballer durchaus von Bedeutung war, schnellstens wieder zurückzugewinnen telegraphierte man unmittelbar nach Spielende nach Hamberg:
"Schande vom letzten Sonntag ausgewetzt - Hannover 96 gebremst"
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"Wenn du so widermachsch, wursch du mol no usgschtopft un im Clubhus ufgschtellt"
1. Vorsitzender Gottfried Harter zu Karl-Hans "Dick" Baur anläßlich dessen Ernennung zum Ehrenmitglied
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Im Meisterschaftsjahr 1967/68 verlor der SVO ein einziges Spiel, und dies ausgerechnet beim Lokalrivalen FC Wolfach. Die Niederlage allein ärgerte den damaligen Präsidenten Wilhelm Dieterle schon sehr. Auf die Palme brachte ihn jedoch die Tatsache, daß der Misserfolg seiner Mannschaft zu einem guten Teil auf untaugliches Schuhwerk der Spieler zurückzuführen war, die mit ihren Hartplatzschuhen mehr am Boden lagen als auf den Beinen liefen. Wilhelm Dieterle, bekannt als Mann der Tat, ließ in der kommenden Woche kurzerhand den Dorfschuhmacher Bächle ins Training kommen, damit sich jeder Spieler ein paar neue Fußballschuhe aussuchen konnte. Die Kosten übernahm der großzügige Vorsitzende zu 50 % - allerdings nur für Schraubstollenschuhe.
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"Nummer 9! Ausziehen, heimgehen, weiterschlafen!!!"
Trainerorginal Helmut Hättichs mißglückter Versuch, in der Halbzeit einem Spieler schonend beizubringen, daß heute nicht sein Tag ist
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Die Derbys gegen den SV Oberharmersbach waren immer von besonderer Brisanz und selbst im Vorspiel der Reserven ging der Ehrgeiz oft mit den Aktiven durch. So trug es sich zu, daß die Oberwolfacher Zweite in einer spielentscheidenden Phase mit einem unberechtigten Strafstoß bestraft wurde. Die Erregung war groß, aber wie so oft konnten selbst die heftigsten Proteste den Unparteiischen nicht von seiner Entscheidung abbringen. Adalbert "Oku" Armbruster, auf dem Fußballplatz als Heißsporn bekannt, schritt, als (böse)Worte nichts mehr nützten, zur Tat. Er setzte sich kurzerhand auf den bereits auf dem Punkt plazierten Ball und bemerkte trotzig: "Und solange ich hier sitze, gibt es keinen Elfmeter".
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"Wie heißt denn der Ha(a)s mit Nachnamen?"
rief Nordlicht Wilfried "Whysky" Wille, mit dem Telefonbuch in der Hand über die Theke des Clubheims in den Gastraum hinein. Er stellte gerade die II. Mannschaft für den Sonntag zusammen und wollte den Spieler Michael Haas telefonisch nominieren
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Die partnerschaftlichen Beziehungen des SVO ins Elsaß bestehen neben der Partnergemeinde Still bekanntlich auch zu den Fußballclubs aus Muhlbach und Surbourg. Die Kontake nach Surbourg werden ausschließlich von den AH-Teams der Vereine gepflegt. Anläßlich eines der Treffen trug es sich zu, daß Ü-50-Mann Siegfried Decker und sein französischer Gegenüber in froher Laune das Glas zum Trinken erhoben und anstießen. Man schien sich aller Sprachprobleme zum Trotz, wie sich das für gute Europäer gehört, gut zu verstehen. Der Franzose schaute dem Decker-Siggi in die Augen und sagte "santee". Dieser kannte die französische Version des Deutschen "zum Wohl" offensichtlich noch nicht und antwortete, den Beginn einer langen Freundschaft vermutend, mit: "Siegfried".


